Was für ein Glück, dass ein Kind aus der ersten Klasse Mitglied der Dalba Hexa Hochdorf ist. Schon mit sieben Jahren trägt sie eine richtige Hexenmaske. Und nicht nur das.

Was sich noch alles unter dem Hexen-Häs befindet, haben uns die Eltern genau erklärt, während das Mädchen Stück um Stück angekleidet wurde. Rüschen-Unterhose, Bluse, Rock und Schürze, gestrickte Stulpen, Tuch. Es darf keine Haut zu sehen sein, daher müssen die Hexen am Umzug auch schwarze Handschuhe tragen.

Alles handgemacht! Maßangefertigt ist natürlich die Holzmaske aus Titisee, die genau an die Gesichtsform angepasst wurde.

Blau, gelb, schwarz -  die Farben stehen für Wasser (Talbach), Sonne und Hölle. Und am Oberarm finden wir sogar das Hochdorfer Wappen mit den drei grünen Linden, das wir am Vortag im Unterricht kennengelernt hatten. Hier hat auch jede Hexe eine eigene Nummer aufgenäht, so kann man leicht feststellen, wer hinter der Maske steckt und wer vielleicht einmal zu viel Quatsch oder Ärger gemacht hat.

Natürlich dürfen die Kinder die echten Holzmasken der großen Hexen berühren und wer sich traut, darf sie sogar mal aufsetzen, fühlen, wie schwer sie ist, wie gedämpft man dann hört und wie wenig man durch die Gucklöcher sehen kann.

Viele Überraschungen erwarteten die Kinder an diesem Freitag. So bekam jeder eine kleine Hexenmaske zum Umhängen, natürlich auch Süßigkeiten. Und zum Schluss durfte jedes Kind ein Hexenbild ausmalen. Das wird anschließend im Hochdorfer Rathaus ausgehängt und wer sein Bild am Rathaussturm abholt, erhält eine weitere Überraschung.

In der Geschichte um die Hochdorfer Dalba-Hex, die tatsächlich von Erzählungen der Dorfbewohner abgeleitet wurde, erfuhren die Kinder, dass eine alte Frau aus dem Ort verbannt wurde, die als Hexe verschrien war, weil angeblich Kühe keine Milch mehr gaben, wenn sie in die Nähe eines Hofes kam.

Am kommenden Samstag werden aber viele Hexen in Hochdorf zu sehen sein, denn die lassen sich nur ungern aus dem Ort vertreiben. Alle sind eingeladen, den Umzug in Hochdorf zu besuchen.

Ein herzliches Dankeschön der Pinguinklasse geht an Familie Hemming, die sich für uns so viel Zeit genommen hat und uns so schön die Fasnet näher gebracht hat.