Pünktlich trafen sich alle Schüler, Lehrer und Begleitpersonen gesund und munter im Schulhof. Schon stand der Bus zur Abfahrt um 08:00 Uhr bereit. Anschnallen und los ging die Fahrt.

So erreichten wir pünktlich die erste Führung zu den Afrikatieren. Frau Zanto begeisterte hier die Kinder und führte sie nach Afrika, den Kilimanjaro hinauf zu den Afrikatieren: Geparden, Okapis, Giraffen und die kleinen Erdmännchen zählten zu den beschriebenen Tieren. Unterwegs öffnete ein schöner Pfau sein Rad und zeigte sich uns von allen Seiten. Bei den beiden Geparden schauten wir uns Muster des Fells, das Raubtiergebiss der Geparden, einen Tigerzahn, ein Schmiergelpapier-Modell für die Zunge des Geparden und eine ca. 30 cm lange Papier-Zunge der Okapis an, mit der sie sich ihr Fell leidenschaftlich gerne sauber halten, also konnte auch ein junges Baby-Okapi überlistet werden, weil es die Milch nicht bei der Mutter und aus der Flasche trinken konnte, indem der Tierpfleger die Milch einfach auf das Fell spritzte. So schnell wie bei der Auffahrt auf die Autobahn, nämlich 100 km/h, kann ein Gepard laufen, allerdings braucht er dann nach einer Umrundung des Sportplatzes wieder eine Pause.

Bei den Giraffen konnten wir das schlafende Giraffenmännchen beobachten, dessen Kopf still auf dem Boden, neben dem Körper lag. Die hoch gehängten Fresskörbe im Gehege waren genauso interessant. Zum Anfassen teilte Frau Zanto uns die zwei „Zehnägel“ der Paarhufer aus, ebenso das Huf eines Zebras. Imposant war der riesengroße Halswirbelknochen der Giraffe im Vergleich zum Mäusewirbel, denn die Giraffe hat sieben Halswirbel wie der Mensch, nur eben viel größer.

Auch die Erdmännchen zählen zu den Raubtieren, denn auch sie besitzen ein Raubtiergebiss. Daher durften vor Kurzem nur die Pfleger ins Gehege, um eine verlorene Sonnenbrille zu sichern. Außerdem fressen die Erdmännchen Skorpione, die für den Menschen gefährlich werden können. Also Finger weg von den süßen Erdmännchen! Und wie verteidigen sich die kleinen Tiere z.B. vor Schlangen? Sie halten zusammen! Sie bilden eine Gruppe und bewegen sich im Takt wippend nach rechts und links. Wenn auch das nicht hilft, spucken alle gemeinsam die Schlange an. Das wurde wunderschön gespielt von unserer Afrikatiere-Gruppe.

Eine kleine Enttäuschung gab es bei den Pinguinen und bei den Seelöwen, wo heute wohl großer Reinemachetag war und daher keine Fütterung stattfand. So ging es durchs Aquarium zu Zitteral, Krokodil, Klapperschlangen und  Haifischen. Auch Haifischeier konnten bewundert werden.

Nun aber schnell wieder den Kilimanjaro hinauf bis zum Streichelzoo, unserem Treffpunkt zur Mittagspause.

Während die Afrikagruppe ihre Führung genossen hat, machten die restlichen Kinder eine Reise durch die tropischen Wälder. Dort sahen wir viele bunte Vögel, Pflanzen, Fische und Insekten. Im Affenhaus begrüßten wir noch schnell unsere Verwandten und dann mussten wir auch schon weiter zum Treffpunkt, wo uns Frau Zanto zur Raubtierfütterung abholte.

Wir besuchten gespannt die Geparden, Leoparden, Löwen und Tiger und betrachteten die unterschiedlichen Größen und Felle. Eindrucksvoll zeigte uns Frau Zanto ein echtes Leopardenfell, das vor einigen Jahren von Wilderern geschossen wurde. Wir konnten es ganz vorsichtig berühren und unsere Finger sogar in den noch vorhandenen Kopf stecken. Das war vielleicht ein gruseliges Gefühl!

Damit wir uns das besondere Gebiss der Raubtiere genauer anschauen konnten, hatte Frau Zanto verschiedene Skelettköpfe und Zähne im Gepäck. Wir durften diese anfassen und mit unseren eigenen Zähnen vergleichen. Wir beschlossen, dass wir einem Raubtier auf keinen Fall in freier Wildbahn und ohne Gitterstäbe begegnen wollen! Denn wir haben gelernt, dass diese Tiere aus dem Stand bis zu 6m und mit Anlauf sogar bis zu 10m weit springen können! Damit wir uns diese Weite/Entfernung vorstellen konnten, stellten wir uns an einem langen Seil auf, das einmal fast quer durch den Raum reichte.

Nach der gemeinsamen Mittagspause schlenderten wir bei strahlendem Sonnenschein zum lang ersehnten Eis am Eisbärengehege. Die Zeit ging wieder schnell vorbei und schon wartete der Bus auf uns.

Um 14:45 Uhr waren wir zurück am Parkplatz der Schule, mit wieder vielen neu gewonnenen Eindrücken und Erinnerungen an einen gelungenen Schulausflug.