Schulausflug nach Beuren

 

Wiederholt freudige Erwartung aller Grundschüler auf das Freilichtmuseum Beuren.
Bei strahlendem Sonnenschein, stiegen die Kinder der Grundschule Lichtenwald, mit prall gefüllten Rucksäcken, in zwei bereitstehende Busse. 

Die Klassen 1 bis 4 nahmen an unterschiedlichen Aktionsprogrammen teil.

Alle erhielten Einblicke in die Lebenswelt der Menschen vor vielen hundert Jahren. Da  ging es um „schwarzer Brei und Flädlessuppe, von der Wolle zum Filz, backen im alten Backhäusle und Wasser im Dorf ".

Mit Begeisterung und tatkräftigem Feuereifer wurden Erfahrungen gesammelt.

  • Auf der Spur von Schafen, Schäfern und Schafwolle. Filzen ist wahrscheinlich eine der ältesten Kulturtechniken der Welt. Aus geschorener Wolle durften die Kinder bunte Bälle herstellen. Der Vorteil dabei war, dass die Hände danach  besonders sauber waren!
  • Kochen und Essen damals auf der Alb. Bis ins 20. Jahrhundert gab es zum Kochen nur das, was auf dem Hof selbst erzeugt wurde. Der Speisezettel war in der Winterzeit  recht eintönig. Aus geröstetem Getreide wurde der „schwarze Brei" salzig und süß zubereitet. Beides schmeckte angenehm.
  • Wassergewinnung und Wassernutzung früher und heute. Die Trinkwasserversorgung war früher kein einfaches Unterfangen, manchmal herrschte Wassernot. Wasser war etwas Kostbares.
  • Vom Korn zum Brot. Nach Ende des18. Jahrhunderts war das Backen in Privathäusern verboten, deswegen wurden Gemeindebackhäuser errichtet. Jedes Kind durfte seine gebackenen Brötchen mit nachhause nehmen und so manches Schulfrühstück am nächsten Morgen bestand aus einem leckeren belegten Brötchen. 

Nach diesen neu gewonnenen Einsichten mit Nachdenklichkeit verknüpft, konnten Hunger und Durst gestillt werden. Das Museumsgelände bot rundherum für die Kinder noch vielfältige reiche Abwechslung zur Erkundung. 

Es war ein gelungener Ausflugstag und so manches Kind schlief erschöpft auf der Rückfahrt ein.

 

Barbara Schilling, Rektorin